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10 Okt
2022

KRINKO-Empfehlung zur Reinigung und Desinfektion von Flächen ist überarbeitet

Das neue Dokument aktualisiert und erweitert die Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) zu Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen aus dem Jahr 2004.

Es hat im Zusammenhang zu diesen Anforderungen einen grundlegenden Wandel in den angloamerikanischen Ländern gegeben, der auf der zunehmenden Aufklärung epidemiologischer Zusammenhänge beruht. Diese Zusammenhänge beziehen sich auf das Auftreten von Krankheitserregern in der Umgebung von Patienten, die Widerstandsfähigkeit und Übertragbarkeit der Erreger auf Patienten sowie die Effektivität der desinfizierenden Flächenreinigung im Rahmen des Ausbruchsmanagements und der Schlussdesinfektion. Es besteht internationale Übereinstimmung über die Notwendigkeit einer gezielten desinfizierenden Flächenreinigung entsprechend den jeweiligen Indikationen.



Quelle: vgl. Empfehlungen der Kommission für Kranken­haus­hygiene und Infektions­prävention (KRINKO), Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen, Bundesgesundheitsblatt 10/2022


09 Jun
2022

Krankenhausreinigung erhält mit der DIN 13063 einen DIN-Standard


Hier die wichtigsten Inhalte der DIN 13063:2021:


  • Auf Basis von Leistungsbeschreibungen kann eine Festlegung über Art, Umfang und Häufigkeit der Reinigung und desinfizierenden Reinigung von Flächen in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen erfolgen.
  • Im Rahmen einer Beauftragung von Reinigungsdienstleistungen werden Hinweise zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots bereitgestellt.
  • Beschreibung der organisatorischen und baulich-funktionalen Voraussetzungen beim Leistungsempfänger, die zur einwandfreien Durchführung einer fach- und sachgerechten Reinigung beitragen.
  • Übersicht der notwendigen Kenntnisse, die Reinigungskräfte für ihre Arbeit in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen benötigen, welche Inhalte Bestandteile einer Hygieneschulung sein sollten und welche Fachkunde im Kontext zur hygienischen Reinigung Voraussetzung sind.
  • Darstellung der fachgerechten Aufbereitung von Reinigungstextilien in einem bereitgestellten Anhang, der mögliche Aufbereitungsverfahren für Reinigungstextilien, mikrobiologische Richtwerte und Anforderungen an Waschmaschinen, die für den Einsatz im Zusammenhang mit desinfizierenden Waschverfahren geeignet sind, aufzeigt.
  • Beschreibung von Kriterien und Eigenschaften, über geeignetes Reinigungsequipment.
  • Prüfmethoden zur Sicherung der Reinigungsqualität und Hygiene einschließlich Erläuterungen zur normkonformen Durchführung
    von Kontrollmaßnahmen.


Bitte beachten Sie unseren Hinweis:

Das Robert Koch-Institut hat eine Empfehlung zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen herausgegeben. Diese Empfehlung dient auch weiterhin als Bestandteil bzw. Grundlage für die Erstellung von Hygiene- bzw. Desinfektionsplänen.



22 Apr
2022

Händehygiene weiterhin in unserem Fokus: Der fünfte WHO-Moment.


Auf Basis langjähriger Erfahrungen des Genfer Universitätshospitals mit nationalen Händehygiene-Programmen entwickelten Schweizer Wissenschaftler gemeinsam mit amerikanischen Kollegen das Konzept der 5 Momente für eine wirkungsvolle Händehygiene. Das anwenderorientierte Konzept zur Optimierung der Compliance für das Personal im Gesundheitswesen ist ein Kernelement der von der WHO im Mai 2009 verabschiedeten Richtlinie für die Händehygiene.


Beim 5 Momente-Konzept werden Indikationen und Situationsbeschreibungen, die auch in der Empfehlung zur Händehygiene vom Robert Koch-Institut detailliert beschrieben sind, vereinfacht abgebildet und auf 5 zentrale Risikosituationen für eine Erregerübertragung fixiert. Die Indikationen sollen hierdurch wahrnehmbar und gleichzeitig besser umsetzbar sein. Zusätzlich erleichtern die Symmetrien (5 Momente = 5 Finger einer Hand) das bessere Verstehen der jeweiligen Indikationen. Und dabei immer mit dem Ziel, Patienten und sich selbst vor nosokomialen Infektionen zu schützen.

Die Momente sind auch für Laien nachvollziehbar und haben eine gleichbleibende Konformität mit den einrichtungsbezogenen Standards. Dazu zählt ganz im Besonderen der 3. Moment, wonach das Personal mit potenziell infektiösem Material in Kontakt gekommen ist.

Von allen Händehygiene-Momenten stellt allerdings der 5. Moment für das Personal die größte Herausforderung dar, auch um die Compliance nachhaltig zu verbessern. Der 5. Moment der Händehygiene definiert sich als „nach Kontakt mit der Patientenumgebung“. Studien haben nun ergeben, dass zu dieser Indikation eher selten eine Händedesinfektion durchgeführt wird.


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    Kürzlich hielt Dr. Jon Otter, Epidemiologe mit Schwerpunkt Infektionsprävention am Imperial College Healthcare NHS Trust in London, einen Vortrag über den sensiblen fünften Moment der Händehygiene. Er betonte in seinen Erläuterungen sowohl seine Bedeutung als auch die häufigen Defizite.

    Eine gute und konsequente Reinigung der Oberflächen in Krankenhäusern ist eine bedeutende Präventionsmaßnahme für Übertragungen, ebenso wie die Händedesinfektion nach dem Berühren von patientennahen Oberflächen. „Wir haben jede
    Menge Beweise“, so Dr. Otter, „dass die Kontamination von Oberflächen in der Patientenumgebung eine entscheidende Rolle bei der Übertragung vieler Krankheitserreger spielt, die in den meisten Fällen zu nosokomialen Infektionen führen können.“ [1]

    Dr. Otter verweist auf eine Studie, in der festgestellt wurde, dass das Berühren von Oberflächen in der Nähe eines Patienten ebenso leicht zu einer Kontamination mit C. difficile-Sporen führen kann wie das Berühren des Patienten selbst. Die Forscher fanden ebenfalls heraus, dass „der Kontakt mit häufig berührten Oberflächen in der Umgebung (z.B. Nachttisch, Telefon, Ruftaste) ebenso leicht zu einer Ansteckung führen kann, wie der Kontakt mit häufig untersuchten Hautstellen (z. B. Brust, Bauch, Arm).“ [2]

    Zwar kann jeder Moment für sich genommen die Zahl der Infektionen verringern, doch wenn die Handdesinfektion und die Reinigung zusammen konsequent umgesetzt werden, ist der Rückgang der Infektionen enorm. So kann beispielsweise die Rate der C. difficile-Infektionen von ca. 8 pro 10.000 Patiententage auf etwa 1 pro 10.000 gesenkt werden.

    Die Verbesserung der Compliance erfordert eine gute einrichtungsbezogene Infrastruktur für die Händehygiene. „Wenn wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf alle Momente der Händehygiene gleich richten, werden wir nicht so effektiv sein, wie wir es bei der Prävention von Kreuzkontaminationen sein könnten,”, so Dr. Otter am Ende seiner Ausführungen.


    ________________________


    Quellen:

    [1] Otter, Jon. “The ‘Thorny 5th Moment for Hand Hygiene’: Hands and Surfaces Collide.” Reflections on Infection Prevention and Control, 23 Nov. 2021, reflectionsipc.com/2021/11/23/the-thorny-5th-moment-for-hand-hygiene-hands-and-surfaces-collide/. Accessed 25 Jan. 2022.
    [2] Guerrero DM, Nerandzic MM, Jury LA, Jinno S, Chang S, Donskey CJ. Acquisition of spores on gloved hands after contact with the skin of patients with Clostridium difficile infection and with environmental surfaces in their rooms. Am J Infect Control. 2012 Aug;40(6):556-8. doi: 10.1016/j.ajic.2011.08.002. Epub 2011 Oct 7. PMID: 21982209.


21 Mär
2022

Händedesinfektion im Operationssaal


Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover haben die Händedesinfektion in einem Operationssaal genauer untersucht:

Bekannt ist, dass eine sorgfältige Händedesinfektion im Operationssaal ein wichtiger Baustein im Rahmen der Infektionsprävention und Patientensicherheit darstellt. Immer noch gelten postoperative Wundinfektionen zu den häufigsten nosokomialen Infektionsarten in Deutschland und verursachen zusätzliche Krankenhausverweiltage.

Umso erstaunlicher sind die Ergebnisse, die ein Forscherteam von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ermittelt hat.

Die Wissenschaftler haben im Rahmen ihrer Untersuchung die Händehygiene-Compliance in einem Operationssaal einer Uniklinik über einen 2-monatigen Zeitraum beobachtet. Von den insgesamt 1145 Anlässen einer Händedesinfektion wurden tatsächlich 467 auch durchgeführt. Dies bedeutet eine Händehygiene-Compliance in dem OP-Bereich von nur knapp über 40 Prozent.


Interessant war auch, dass sich das Händedesinfektionsverhalten nach der medizinischen Fachrichtung des Personals zu unterscheiden scheint. So befolgten in der Studie die Anästhesisten im OP-Saal häufiger die Regeln zur Händedesinfektion als die Chirurgen. Das Forscherteam ermittelte für die Anästhesisten eine Händehygiene-Compliance von 46,1 Prozent – bei den Chirurgen lag dieser Wert knapp unter 30 Prozent.

Die Berechnung des Desinfektionsverhaltens basierte auf Beobachtungen und den 5 Momenten der Händehygiene, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2009 ins Leben gerufen und von vielen nationalen Richtlinien erfasst wurden.


Das Forscherteam um Dr. Claas Baier und Maren Tinne verglichen auch, ob es Abweichungen zwischen Pflegepersonal und Ärzten in Bezug auf das Verhalten bei der Händedesinfektion gibt. Die Pflegerinnen und Pfleger auf der OP-Station absolvierten tatsächlich eine etwas bessere Händehygiene-Compliance als die Ärztinnen und Ärzte (42,9% vs. 38,5%).

Die Forscher machten in ihrem Fazit deutlich, dass „nachhaltige Interventionen dringend notwendig sind, um die Händedesinfektion zu verbessern“ und betonten die Bedeutung einer kontinuierlichen Messung der Händehygiene-Compliance.



01 Jun
2013

Berliner Hygiene Fachschule ist staatlich anerkannt

Die Berliner Hygiene Fachschule erhielt vom Land Berlin die Urkunde als staatlich anerkannten Schule für das Gesundheitswesen. Ab sofort wird die Berliner Hygiene Fachschule vergleichbaren Schulen gleichgestellt.

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    Mit der staatlichen Anerkennung sind wir nun berechtigt, staatlich geprüfte Desinfektorinnen und Desinfektoren gemäß der Berliner Ausbildungs- und Prüfungsordnung aus- und fortzubilden. Die staatliche Anerkennung zeigt zusätzlich die hohe Qualität unserer Bildungsangebote. Wir sagen Danke für das Vertrauen!